Die Apotheke als Beratungszentrum rund um das Thema Mikronährstoffe

Beratung in einer Apotheke

Als Apotheker sind Sie der Experte bei der Beratung Ihrer Kunden. Um das auch zu bleiben, ist es wichtig, sich regelmäßig weiterzubilden, bereits vorhandenes Wissen wieder aufzufrischen und neue Erkenntnisse oder Studien in Ihr Repertoire aufzunehmen. Ihre Kunden vertrauen auf Ihre Expertise und bleiben so auch ihrer Stamm-Apotheke treu.

Die PRO Academy bietet allen Teilnehmern die Möglichkeit Ihr Mikronährstoff-Wissen in Form von interaktiven Vorträgen, Seminaren, Webinaren oder E-Learnings aufzufrischen und zu festigen. Mit unseren Basiswissen-Kursen oder E-Learnings, Modulen zu den einzelnen Mikronährstoffen wie Magnesium und Omega-3-Fettsäuren oder größeren Themengebieten wie die Versorgung von Kindern, Schwangeren oder älteren Personen, können Sie Ihre Kunden auch weiterhin gut beraten.

Kurse zum Thema Beratung

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Zertifikate

Nach jeder abgeschlossenen Fortbildung erhalten Sie Ihr personalisiertes Zertifikat direkt in ihren PRO Account zum Download.
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PRO Points

Bereits ab 30 gesammelten PRO Points haben Sie die Möglichkeit, Ihre Punkte gegen besondere Benefits einzutauschen.
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Präsenzkurse

Die Offline-Kurse ermöglichen Lernen im lebhaften Diskurs. Dabei können Sie sich mit anderen PRO Academy-Teilnehmern und Referenten direkt vor Ort austauschen.
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Webinare

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Fundiertes, umfangreiches Wissen – praxisorientiert und interaktiv. Nach erfolgreichem Abschluss gibt es ein Wissenspaket zum Nachschlagen dazu.
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Referenten

Von Experten für Experten. Mediziner, Molekularbiologen, Pharmazeuten und Ernährungswissenschaftler: Unsere Referenten sind wahre Profis auf ihrem Gebiet.
Lebensmittel: Gesunde Getränke und Obst

Grundlagen für die Mikronährstoffberatung

Basiswissen

Dieses dreiteilige E-Learning gibt einen Überblick über die aktuelle Versorgungssituation und liefert hilfreiche Tipps zur Rezeptberatung. Gewisse Arzneimittel bringen den Mikronährstoffhaushalt durcheinander und hier bietet sich Ihnen die Möglichkeit rechtzeitig eine Empfehlung für Ihre Kunden auszusprechen.

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Eine junge Frau liest ein Buch

Mikronährstoffe zu Arzneimittelgruppen

Beratung zum Rezept 1 & 2

Der Fokus dieses Seminar ist die Kundenberatung in der Apotheke. Wir geben Ihnen umfangreiches und praxisnahes Mikronährstoffwissen und deren Zusammenhang mit den Arzneimittelgruppen Protonenpumpenhemmer (PPI), Statine und Schilddrüsentherapeutika für Ihren Apothekenalltag mit.

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Detailaufnahme, eine junge Frau, die sich mit der Hand an den Hals fasst.

Multitalente im Stoffwechsel

B-Vitamine

Es wird oft fälschlicherweise von Vitamin B gesprochen, gemeint ist aber meistens die Gruppe der gesamten B-Vitamine. In diesem E-Learning erfahren Sie mehr zu den Anwendungsbereichen Haut, Haare, Nägel, Schwangerschaft, Homocysteinstoffwechsel und weiteren.

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Oft gestellte Fragen

Ist die gleichzeitige Anwendung eines Probiotikums zum Antibiotikum sinnvoll?

Die Anwendung probiotischer Bakterienstämme zeitgleich mit der Antibiotikatherapie ist zielführend. Eine Metaanalyse zeigte, dass der Verzehr von Probiotika (Bifidobacterium, Lactobacillus, Saccharomyces oder Streptococcus species) unter Antibiotikatherapie die Inzidenz einer Clostridium-difficile-assoziierten-Diarrhö im Durchschnitt um 66% senken kann. Gleichzeitig ist die Zusatzanwendung sehr gut verträglich.

Die Antwort lautet daher „Ja“.

Quellen:

Johnston B.C.; Probiotics for the Prevention of Clostridium difficile–Associated Diarrhea: A Systematic Review and Meta-analysis; Ann Intern Med. 2012;157(12):878-888.

Hat der Einsatz probiotischer Bakterienstämme in Kapseln Nachteile gegenüber jenem als Pulver?

Die Effektivität eines Probiotikums ist nicht abhängig von seiner Darreichungsform. Stabilität, Sicherheit, Zusammensetzung, Überleben im Gastrointestinaltrakt sowie die Reinheit bestimmen die Qualität eines probiotischen Produktes. Diese Qualitätskriterien wurden auch von der WHO formuliert.

Die Antwort lautet daher „Nein“.

Worin besteht der Unterschied zwischen Vitamin C und Vitamin C gepuffert?

Vitamin C wird auch als Ascorbinsäure bezeichnet. Das wasserlösliche Vitamin besitzt also eine Säuregruppe in seinem Molekül. Genau auf diese können Menschen mit sensiblem Verdauungstrakt, z.B. mit gastritischen Veränderungen der Magenschleimhaut, mit einem flauen Gefühl reagieren. Bei gepuffertem Vitamin C ist die Säuregruppe über Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium oder Kalium, gebunden. So ist Vitamin C wesentlich magenfreundlicher und auch für Menschen mit empfindlichem Magen sehr gut verträglich.

Muss die Supplementierung der Vitamine K und D gemeinsam erfolgen?

Die Vitamine K und D sind ein starkes Duo im Knochenstoffwechsel. Aktives Vitamin-D-Hormon (Calcitriol) fördert in den knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) die Bildung von Osteocalcin. Vitamin K überführt Osteocalcin in seine aktive Form und unterstützt so die Calciumeinlagerung in die Knochen und Zähne.

Physiologisch sind die beiden fettlöslichen Vitamine also ein Team. Ob eine gemeinsame Supplementierung grundsätzlich erforderlich ist, wurde bislang klinisch nicht ausreichend untersucht. Nach derzeitigem wissenschaftlichem Erkenntnisstand ist die Kombination der Vitamine daher kein Muss.

Die Antwort lautet daher „Nein“.

Quellen:

Holick M., Sunlight and Vitamin D for bone health and prevention of autoimmune diseases, cancers and cardiovascular disease; The American Journal of Clinical Nutrition 2004

Gröber U., et al.; Ein altes Vitamin in neuem Licht, Vitamin K: Wichtig für die Blutgerinnung und die Knochen; Deutsche Apotheker Zeitung 2014; Nr. 21

Ist kaltgepresstes Leinöl eine gute Quelle für die Versorgung mit EPA und DHA?

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte die Zufuhr an Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) 0,5 % der Gesamtenergiemenge pro Tag betragen. (1)

Leinöl ist eine hervorragende Alpha-Linolensäure-Quelle: Schon ein Teelöffel pro Tag (~ 2,6 g ALA) deckt den durchschnittlichen Bedarf der wertvollen Omega-3-Fettsäure. Alternativ versorgen auch Raps-, Walnuss- und Sojaöl sehr gut mit der essenziellen Fettsäure. (2,3)

Hier stellt sich die Frage: Kann der Verzehr von Leinöl den Bedarf an EPA und DHA decken?

Grundsätzlich kann Alpha-Linolensäure endogen in die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umgewandelt werden. Jedoch ist diese Umwandlung mit 3–5 % sehr limitiert. (2,4) Ursache dafür könnte die geringe Aktivität der dafür erforderlichen Desaturasen im menschlichen Körper sein. (4)

Für eine ausreichende Zufuhr an EPA und DHA werden daher zwei Fischmahlzeiten (jeweils ca. 150 g) pro Woche empfohlen. Fettreiche Salzwasserfische wie Lachs, Thunfisch, Makrele und Hering aus Wildfang oder der heimische Kaltwasserfisch Saibling sind als EPA- und DHA-Quellen besonders empfehlenswert. (2)

Die Antwort lautet daher: nein!

Quellen:

Warum soll Basenpulver mit ausreichend Abstand zu einer Mahlzeit verzehrt werden?

Eine ausgewogene Basenpulvermischung besteht aus unterschiedlichen Mineralsalzen. Idealerweise liefert ein Basenpulver organisch- und anorganisch gebundene Mineralstoffe sowie Zink. Die Inhaltsstoffe eines Basenpulvers bedingen natürlicher weise eine pH-Werterhöhung des Magensaftes – dieser wird also weniger sauer. Das ist erwünscht und Teil des Basenpulvereffektes.

Für die Verdauung von Nahrung braucht unser Organismus aber stark sauren Magensaft, im pH-Bereich 1,2 bis 3,0. Denn nur so können Krankheitserreger aus Speisen abgewehrt, und die Aufspaltung des Nahrungsbreis in seine Einzelbestandteile unterstützt werden. 1 Aus diesem Grund ist es sinnvoll ein Basenpulver mindestens eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit bzw. mindestens 1 Stunde danach anzuwenden.

Quellen:

Schlieper C.A.; Grundfragen der Ernährung; Verlag Handwerk und Technik G.m.b.H Hamburg 2007; Aufl 19

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