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Kleine Abnehmtipps mit großer Wirkung*

Anna Schönegger

Das Abnehmen im Alltag zu unterstützen muss keine Hexerei sein. Schon unter Beachtung scheinbar ganz einfacher Dinge rückt die angestrebte Entwicklung wünschenswert nahe.

Keinen Zucker trinken

Limonaden, Säfte und andere zuckerhaltige Getränke überfluten den Stoffwechsel mit Zucker. Dieser wird letzten Endes in Depotfett umgewandelt und kann auch zu Heißhungerattacken führen. Für angenehmen Geschmack im Getränk können alternativ auch Kräuter, wie beispielsweise Zitronenmelisse und Pfefferminze, oder ein Schuss frisch gepresster Zitronensaft sorgen.

Kalorienbombe Alkohol meiden

Alkohol ist nach dem Spitzenreiter Fett der zweitgrößte Kalorienlieferant. So wird 1 g Fett in 9 kcal und 1 g Alkohol in 7 kcal umgesetzt. Kohlenhydrate und Eiweiße liefern hingegen nur 4 kcal pro Gramm. Daher lieber Finger weg von Cocktails mit Sahne oder cremigen Likören, denn sie kombinieren Fett und Alkohol und enthalten darüber hinaus zumeist auch noch eine gehörige Portion Zucker.

Hara hachi bu („Okinawa Diät“)

Hara hachi bu klingt wie ein Mantra, ist aber tatsächlich der japanische Ansatz für Selbstkontrolle in der Ernährung. Wörtlich übersetzt heißt es „acht Teile von zehn voll“. Hara hachi bu empfiehlt sinngemäß nur so viel zu essen, bis man sich zu 80 % satt fühlt, und stellt das asiatische Konzept der Mäßigung für mehr Lebensqualität dar. Also besser Hara hachi bu als XXL-Portionen.

Zwischen Hunger und Verlangen unterscheiden

Zur Stärkung des Bewusstseins für das eigene Hungergefühl ist es wichtig herauszufinden, welche Situationen zum Essen bewegen. Ist es wirklich Hunger oder braucht der Körper bzw. die Seele eigentlich etwas anderes? Hungrig sein bedeutet, alles zu essen, um satt zu werden. Verlangen hingegen ist das Gefühl „Ich bräuchte jetzt ein Gummibärchen oder ein Stück Schokolade“. Im Rahmen des Gewichtsmanagements sollte schrittweise gelernt werden, dem Verlangen nicht mehr nachzugeben.

Verbrennungsofen Muskulatur stärken

Bereits ab Mitte dreißig baut der Körper Muskulatur ab, wenn diese nicht über die normalen Alltagsbewegungen hinaus beansprucht wird. Der Verlust kann bis zu 1 % pro Jahr betragen. Die Folgen: Mit der Muskelmasse sinkt der Kalorienumsatz und -bedarf, während der Fettanteil steigt. Wird nun der Speiseplan nicht verändert oder das Bewegungsausmaß erhöht, steigt automatisch das Körpergewicht. Es gilt neben der Ausdauer auch die Kraft zu trainieren.

Satt einkaufen gehen

Hungrig einkaufen bedeutet zumeist auch, dass mehr im Einkaufswagen liegt, als eigentlich auf dem zuvor geplanten Einkaufszettel stand. Deshalb nur mit gut gefülltem Magen einkaufen gehen, so kann den zahlreichen Gaumenfreuden im Supermarkt besser widerstanden werden.

* Erstveröffentlicht im "PRO Q3/2016 - Magazin für medizinische Fachkreise". www.promedico.at